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  Unser Vorbild
 

Wir bilden einen Teil der ehemaligen Bottwartalbahn nach, genauer die Strecke zwischen Heilbronn Sontheim und dem Heilbronnner Südbahnhof.

Sie möchten mehr über die ehemalige Bottwartalbahn erfahren ? Hier die "Erklärung" von Wikipedia (Wikipedia ist eine von freiwilligen Autoren verfasste, mehrsprachige, freie Online-Enzyklopädie).  

Die Bottwarbahn (später auch Bottwartalbahn genannt) war eine schmalspurige Eisenbahn der Spurweite 750 mm in Baden-Württemberg von Marbach am Neckar nach Heilbronn (Südbahnhof).

Das erste Teilstück zwischen Marbach und Beilstein wurde 1894 eröffnet, im November 1899 folgte die Verlängerung bis Ilsfeld und im Dezember 1900 bis Heilbronn-Süd. Mit einer Streckenlänge von etwa 35 Kilometern war die Bottwarbahn die längste Schmalspurstrecke der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen.

Trotz allem führten der stetig wachsende Individualverkehr und parallele Buslinien 1966 zur Einstellung des Personenverkehrs. Die Einstellung des Güterverkehrs am 31. Dezember 1968 bedeutete dann das endgültige Aus für die Bottwarbahn. Der südliche Abschnitt zwischen Marbach und Steinheim an der Murr wurde schon im selben Jahr auf Normalspur umgebaut und bis Ende 1989 mit Güterzügen bedient. Eine nördliche Rumpfstrecke zwischen Talheim und Heilbronn wurde bis 1976 im Güterverkehr betrieben (hier befand sich von Anfang an ein Dreischienengleis). Zuletzt wurden von Heilbronn Süd und Marbach aus einige Anschlussgleise betrieben. Versuche, die Bahn als Museumsbahn zu erhalten, blieben erfolglos.

Pläne für eine teilweise Wiederinbetriebnahme der Strecke von Marbach nach Beilstein werden mit Stand März 2005 von den beteiligten Kommunen wegen zu erwartender hoher Baukosten nicht mehr verfolgt. Die Trasse wurde in einen Radweg umgewandelt, der einen Teil des Alb-Neckar-Radwegs bildet. Die Gleise sind abgebaut, die Schienenverbindung des Heilbronner Südbahnhofs zum restlichen Schienennetz wurde 2004 im Zuge der Stadtbahneinführung in Heilbronn gekappt, da eine Brücke der Bottwarbahn über eine Straße der Stadtbahn-Oberleitung im Wege stand. In Marbach verblieb noch das Gleisstück vom Bahnhof bis zur Markungsgrenze, damit das Marbacher Kohlekraftwerk per Spitzkehre erreicht werden konnte.

Sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr hatte diese Strecke von Anfang an ein bedeutendes Verkehrsaufkommen, wahrscheinlich das höchste aller württembergischen Schmalspurbahnen. Landwirtschaftliche Produkte sowie Lieferungen und Abfuhren für die im Südteil angesiedelte Holz- und Möbelindustrie prägten das Frachtgeschäft. Spitzenbelastungen traten im Herbst während der so genannten Rübenkampagne auf, wobei die direkte Anbindung der Strecke an die Zuckerfabrik in Heilbronn besonders vorteilhaft war. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges musste das kohlegefeuerte Dampfkraftwerk in Marbach vollständig über die Bottwarbahn mit Brennstoff versorgt werden, da die Brücke der Normalspurstrecke über den Neckar zerstört worden war. Der Güterverkehr wurde mit Rollböcken abgewickelt, so daß ein Umladen nicht erforderlich war.

Der Berufsverkehr profitierte vor allem von der Ausrichtung sowohl nach Marbach als auch nach Heilbronn, auch der Ausflugsverkehr in das Weinbaugebiet Bottwartal hatte eine gewisse Bedeutung. So waren noch Anfang der 1960er Jahre Personenzüge mit mehr als zehn Personenwagen durchaus keine Seltenheit.

Betriebsmittelpunkt der Strecke war der Bahnhof Beilstein mit Bahnhofsgebäude, Lokomotivschuppen, Wasserkran, Werkstatt und ausgedehnten Gleisanlagen zum Abstellen der Fahrzeuge. Obwohl die Deutsche Bundesbahn 1964 noch schmalspurige Diesellokomotiven der Baureihe V51 beschafft hatte, waren bis zuletzt auch Dampflokomotiven im Einsatz.

Für das örtliche Federvieh scheint die Bottwarbahn eine Gefahr gewesen zu sein, dafür erhielt sie vom Volksmund den Namen "Entenmörder".

 
   
 
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